Die aus sieben Fahnen bestehende Installation In den Gärten des Palastes von Kai-ping-fu nimmt Bezug auf den 1972 erschienenen Roman Die unsichtbaren Städte des Autoren Italo Calvino. Die auf sieben Fahnenmasten aufgeteilten, 21 Fahnensegmente der Installation übersetzen die sprachlichen Städtebilder Calvinos in heraldische Zeichen und greifen dazu auf das Repertoire existierender Wappenschilde zurück. Durch die Austauschbarkeit der einzelnen Fahnensegmente unter den Masten wird der Aufbau der Installation zur Spielanordnung. Hierbei gleichen die kombinatorischen und erzählerischen Möglichkeiten der Betrachtenden den Möglichkeiten eines Wappenstifters; die Bedeutung der verwandten Zeichen und Farben werden durch die Stiftenden bestimmt. Im Garten des Palastes von Kai-ping-fu lässt der Dialog zwischen Marco Polo und Kublai Khan unsichtbare Städte entstehen. Die Installation versetzt den Palastgarten in den Ausstellungsraum und fordert die Betrachtenden zur Neu- und Umordnung der vorgefundenen Fahnen und damit zur beständigen Erweiterung eines Panoramas möglicher Städte auf.